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Apps werden gegenüber Print-Produkten von der Bundesregierung benachteiligt

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17/11/2012 von Stephan Dörner

Das deutsche Mehrwertsteuergesetz verwirrt viele. Bankdienstleistungen beispielsweise sind von der Umsatzsteuer ausgenommen, auf einige Produkte wie Nahrungsmittel (ausgenommen Restaurant-Dienstleistungen) wird nur ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent fällig und die allermeisten werden mit 19 Prozent versteuert.

Zu den privilegierten Produkten in Deutschland, die durch eine geringere Mehrwertsteuer de facto durch den Staat subventioniert werden gehören auch sogenannte Drucksachen. Nicht nur Bücher unterliegen dem reduzierten Mehrwertsteuersatz, sondern auch gedruckte Zeitungen. Ja, gedruckte.

So müssen also die Verlage, die eine App in einem der Stores für Smartphones und Tablets nicht nur einen beträchtlichen Anteil – bei Apple sind es 30 Prozent – an den Store-Betreiber abdrücken, sondern zahlen pro verkaufter Ausgabe 19 statt 7 Prozent Umsatzsteuer. Damit erklärt sich auch das Dilemme, dass die Verlage digitale Inhalte trotz aller Kostenvorteile nicht deutlich billiger anbieten können und durch die Zwangs-Preiserhöhung von Apple in das Dilemma geraten, das nun einige digitale Ausgaben teurer sind als das entsprechende Printprodukt.

Ich habe den Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) wie er das bewertet. Die Antwort von Mark Wächter von der Firma MWC.mobi, Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im BVDW:

„Gleiche Mehrwertsteuersätze anzulegen bei klassischen Druckerzeugnissen und Presseinhalten, die über Mobile Apps vertrieben werden, wäre ein logischer Schritt, das deutsche Steuerrecht der Realität der digitalen Nutzung von Verlagsinhalten anzupassen. Sich allein über die Preisgestaltung von App-Stores zu beklagen hilft dagegen wenig. Denn diese fungieren als Zwischenhändler in der Wertschöpfungskette zwischen Entwickler und Nutzer und unterliegen damit als Softwareanbieter dem üblichen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent.“

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2 thoughts on “Apps werden gegenüber Print-Produkten von der Bundesregierung benachteiligt

  1. [...] Wie bereits berichtet wird in Deutschland gedruckter Journalismus gegenüber Online-Journalismus bevorzugt. Während auf Drucksachen der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent fällig wird, müssen Apps und Abos für journalistische Inhalte auf Websites voll mit 19 Prozent Umsatzsteuer belegt werden. [...]

  2. Jazmin sagt:

    Sofern man eigenes Bildmaterial verewnden will finde ich das Angebot von Moo (moo-cards) ganz nett, preislich ok, qualite4t gut, und gerade die Erstellung macht in dme Interface fast schon Spadf.Grussfidel

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